Was ist Streetfotografie?

Wenn ich mich in Foren oder auf vielen Seiten von Streetfotografen umschaue, bleibe ich oft an der Äußerung hängen, es müssen Menschen zu sehen sein, sonst ist es keineStreetfotografie.

Ist dem so? Wer entscheidet was Streetfotografie ist und was nicht? Sind es die Follower, die Likes in den sozialen Medien?

Schaut man mal bei Wikipedia, gibt es keine klare Definition der Streetfotografie. Es ist einfach die Fotografie gemeint,  die im urbanen öffentlichen Raum entsteht, auf Straßen, in Geschäfte oder Cafés hineinblickend, Passantengruppen oder Einzelne herausgreifend. Liest man den Eintrag ein bisschen weiter, kommt der Hinweis dass zwar meist Menschen gezeigt werden,  jedoch können auch Bilder leerer Plätze das zuvor genannte Kriterium erfüllen.

Warum also werden viele Bilder ohne Menschen kritisiert und nicht in der Streetfotografie-Szene anerkannt?

Meine Einstellung zur Streetfotografie ist einfach. Ich fotografiere dass, was ich auf der Straße, im öffentlichen Raum wahrnehme. Das können interessante Personen, spannende Szenen, von Menschen erschaffene, surreale Werke, starke Kontraste, Schatten, Silhouetten etc. sein.

Außerdem ist mir wichtig, dass niemand erkannt wird, es sei denn, die Person weiß davon und ist mit der Veröffentlichung einverstanden. Gerade erkennbare Kinder, Obdachlose oder Personen in einer peinlichen/unangenehmen Situation sind für mich ein NoGo und bekommen auch prinzipiell von mir kein Like..

Ich folgenden habe ich ein paar Bilder zusammengetragen (ja es gibt bessere, es geht ums Prinzip), die ich gemacht habe, auf denen keine Person sichtbar ist und für MICH PERSÖNLICH definitiv zum Genre Streetfotografie gehören.

Wie ist eure Meinung dazu? Seit ihr ähnlicher Meinung, könnt ihr meine Einstellung verstehen/nachvollziehen oder widersprecht ihr mir da komplett?

Ich diskutiere gerne über dieses Thema, schreibt mir doch gerne eine PN oder diskutiert öffentlich auf Facebook, ich würde mich sehr über eure Gedanken dazu freuen.